„Das Ereignis - ein seit Nietzsche und Heidegger umkämpftes Terrain – gilt vor allem in der französischen Philosophie der Gegenwart als Bruch mit der positiven Seinsordnung“, erläutert Moderatorin Dr. Petra Kutscheid. Dabei kann der Tod und die Wiederauferstehung Jesu als revolutionäres Ereignis betrachtet werden. Der Philosoph Alain Badiou interpretierte in diesem Zusammenhang die Person Paulus als das Paradebeispiel für „das Subjekt dieses Ereignisses“. Paulus habe damit dem neuen Diskurs den Weg bereitet - dem Christentum. Welche besondere Rolle dabei der Glaube und die Treue zum Ereignis, der Wiederauferstehung, spielen, steht bei Philosophen wie Zizek und Badiou auch heute noch im Sinne einer politischen Wirkungsentfaltung im Fokus.
Die Teilnehmer erörterten eine für sie neue Interpretation des Paulus und setzten sich mit den Besonderheiten des Ereignisses an sich auseinander. Betrachtet wird dieses Seminar als Auftakt zu einer interessanten Seminarreihe aus dem breitgefächerten Bereich Ethik der Maria Hilf Akademie.
