« Mai 2012 »
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„Worte bewegen ja nur,
aber das Beispiel reißt uns fort“
(Maria Katharina Kasper, Ordensgründerin der Armen Dienstmägde Jesu Christi)


Wer im Bereich Palliative Care arbeitet, ist in der Regel in einem Umfeld beschäftigt, in dem in überdurchschnittlicher Häufigkeit Erfahrungen mit Leid, Sterben, Tod und Trauer zum Berufsalltag gehören. Das Konzept von Palliative Care beinhaltet den hohen Anspruch von Ganzheitlichkeit: Im Begleitprozess unheilbar Kranker tritt der „Ganze Mensch“ in den Vordergrund, zum einen als Betroffene/r mit all seinen physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen, zum anderen als Begleitende/r.


Ganzheitlichkeit in der Begleitung schließt Halbherzigkeit aus. Palliative Care gelingt nur mit ganzem Herzen und mit einer besonders empathischen Grundhaltung der Helfer/-innen in der Begleitung von Schwerstkranken, Sterbenden und deren Angehörigen. Die eigene emotionale Beteiligung ist hierbei die wesentliche Grundlage der Beziehung. Die Akademie als Plattform der Begegnung, außerhalb der täglichen Berufssituation, kann uns diese Haltung reflektieren lassen und im interkollegialen Austausch auch Antworten auf die Fragen geben: „Wer hält eigentlich mich“ oder besser: „Wo bin ich denn selbst gehalten?“


Und Ganzheitlichkeit im Konzept von Palliative Care geht nicht alleine: Die berufsgruppenübergreifende Fort- und Weiterbildung rückt in den Vordergrund – grenzüberschreitend innerhalb aller Berufsgruppen, die am palliativen Begleitprozess beteiligt sind und jetzt auch „landesgrenzenüberschreitend“ in unserem Projekt „Palliativ ohne Grenzen“, gemeinsam mit dem Palliativzentrum der Privatklinik Martinsbrunn in Meran/Südtirol.



Dr. Christoph Lerchen                                 Ute Justen Leitung  Fachbereich                                   Leitung
PalliativAkademie                                         Maria Hilf Akademie